Als Tourismus Fotograf auf der Römerstraße


Outdoor Fotoshooting mit Models, Fahrrädern und Feuerwehrkran

Vielen Bildern sieht man nicht an, wieviel Arbeit dahinter steckt – und das ist ja auch gut so! Denken Sie zum Beispiel an professionelle Food Fotos: Mit Fingerspitzengefühl, Geduld und vielen kleinen (künstlichen) Helferlein werden Motive inszeniert, die einfach nur Lust aufs Anbeißen machen. Keine leichte Aufgabe, aber unter den kontrollierbaren Bedingungen im Studio und den dort verfügbaren Hilfsmitteln machbar.

 

 

Ganz anders sieht es aus, wenn ich mit meiner Kamera als Tourismus Fotograf im Außeneinsatz bin. Dann bin ich Wind und Wetter, Sonne und Schatten ausgesetzt und muss nehmen, was kommt. Oder doch nicht?

Gute Planung ist das A und O

 

Wenn ich von einer Tourismus-Destination als Fotograf gebucht werde, bringe ich mich schon intensiv in die Vorbereitungen des Fotoshootings ein. Denn die umsichtige, durchdachte Vorbereitung ist das A und O und erspart sowohl dem Kunden als auch dem Fotografen Aufregung und Sorgen.

Ich empfehle meinen Kunden eine gemeinsame Ortsbegehung vorab. So können wir schon im Vorfeld die benötigten Motive festlegen und sparen später am Set wertvolle Shooting-Zeit.

Bei der Ortsbegehung können wir auch Lösungen für Probleme angehen, die uns ansonsten erst beim Shooting auffallen würden. Zum Beispiel ob wir für eine Location eine Drehgenehmigung benötigen, ob das Setting vorbereitet werden muss (z.B. Zaun frisch streichen, Bank aufstellen, Ortstafel polieren, Rasen mähen, Hecke stutzen, …) oder welche Hindernisse und Unwägbarkeiten es gibt (Einbahnstraßen, Straßensperren, Volksfest, Halteverbote, …).


Shootingplanung mit der Sonne

 

Eine Standleitung zu Petrus habe auch ich nicht. Daher gehört es für mich dazu, meine Kunden auf Ausweichmöglichkeiten, Zeitpuffer und Alternativen hinzuweisen.

Bei der Detailplanung der Shooting-Motive lasse ich mir von einer App helfen: Sie zeigt mir die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Mondaufgang und -untergang, den Verlauf von Sonne und Mond und auch die für mich als Fotografen wichtigen Zeitfenster der „blauen Stunde“ an – überall auf der Welt!

Bei Fotoshootings in den Bergen zeigt die App mir z.B. an, wann die Sonne von einem bestimmten Standpunkt aus über einem Gebirgszug aufgeht. Auch die Länge von Schatten z.B. von Gebäuden kann ich mir für einen beliebigen Ort zu einer beliebigen Tageszeit ausrechnen lassen.


 
 

Fotoprojekt Erlebnisraum Römerstraße

 

2014 haben 18 Kommunen und der Landschaftsverband Rheinland die römischen Fernstraßen von Köln nach Boulogne-sur-Mer („Via Belgica“) und von Köln über Trier und Lyon nach Marseille („Agrippastraße“) im Rheinland wieder erlebbar und erfahrbar gemacht. Viele Stationen unterwegs – von einer Ringwallanlage über Burgen, Schlösser, mittelalterliche Stadtbefestigungen und historische Stadttore bis hin zu einer Römervilla – lassen Wanderer und Radfahrer in die reiche Geschichte dieser Landstriche eintauchen.

 

Ich durfte den Rad- und Wanderweg Erlebnisraum Römerstraße, der so nah wie möglich an den Originalverlauf der alten Fernstraßen anknüpft, fotografieren. Sicherheitshalber hatten wir fünf Shootingtage angesetzt. Da das Wetter so gut mitspielte, kamen wir mit drei Tagen aus.

 
 

 

Fotografieren aus hoher Luft

 

Gleich die erste Location bildete einen Höhepunkt: In Erftstadt-Erp bugsierte die Feuerwehr meine Kamera und mich auf knapp 30 Meter Höhe in die Luft. Von hier aus konnte ich kilometerweit die alte Römerstraße, gesäumt von Bäumen, Büschen und Feldern, entlangblicken. Diese besondere Perspektive hielt ich auf einem Hochkant-Panoramabild fest. Nahe Jülich posierte neben den Models auf ihren Fahrrädern eine Replik eines alten römischen Meilensteins. Und in Köln rückte ich in der Nachbarschaft zum Römisch-Germanischen Museum ein Stück alter Heerstraße in Szene.


 
Romerstraße VIA
 

Key Visuals und Reportagebilder

 

Unterwegs auf der Römerstraße haben wir sowohl Key Visual Fotos als auch Reportagebilder, die von den Kommunen vielfältig in Print- und Online-Medien eingesetzt werden, produziert. Die Models, die auf den Fahrrädern bzw. als Wanderer auf den Römerstraßen unterwegs sind, waren bei diesem Projekt durchgängig Laien. Auch Mitarbeiter vom Römisch-Germanischen Museum in Köln haben mitgemacht.


 
 

Reproduzierbare Aufnahmen für mehr Motiv-Vielfalt

 

Bei outdoor Fotoshootings für eine Tourismus-Destination oder einen Tourismusverband gehört es dazu, dass in den Motiven viel passiert: einerseits das, was gewollt ist, die Aktionen der Models im Vordergrund. Andererseits geht das Leben im Hintergrund aber weiter und mal stört ein Flugzeug das Foto, mal läuft ein Passant quer durchs Bild oder ausgerechnet in dem Moment des Auslösens verdreht ein Windstoß die Fahne.

 


Daher arbeite ich so, dass meine Aufnahmen reproduzierbar sind. Das heißt: Ich fotografiere vom Stativ aus und mache von ein- und derselben Szene viele Aufnahmen, auch mit unterschiedlichen Belichtungen. So kann ich bei Bedarf in der Nachbearbeitung Bildbestandteile gegeneinander austauschen, also zum Beispiel einen Hintergrund aus einem anderen Bild hinter den Vordergrund des gewünschten Bildes schneiden.

Der Vorteil für den Tourismus-Kunden: Der Auftraggeber kann aus einer ungleich größeren Auswahl wählen, denn er kann bei Motiven, die ich von einem unbeweglichen Standpunkt aus fotografiert habe, Vorder- und Hintergründe oder andere Bildbestandteile beliebig miteinander kombinieren.


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